Haushund - Teil 2: Entwicklung
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00:00:00: Aushund.
00:00:01: Teil zwei.
00:00:03: Entwicklung.
00:00:05: Sozialisation.
00:00:07: Bei Hunden bedeutet Sozialisation den Prozess, bei dem ein Hund seine Umwelt kennenlernt, Regeln versteht und Bindungen eingeht.
00:00:17: Diese Phase wirkt besonders stark in den ersten Lebensmonaten.
00:00:22: Bereits als Welpen durchlaufen Hunde, wenn die Haltungsbedingungen stimmen, viele wichtige Lernprozesse.
00:00:29: Sie lernen den Umgang mit Artgenossen, den Kontakt zu anderen Tieren wie Katzen oder Vögeln, den Umgang mit fremden Menschen und die Gewöhnung an Umweltreize wie Staubsauger, Martinshorn, Fahrradklingeln, Fluglärm oder Knallgeräusche sowie an Menschenansammlungen und Verkehrslärm.
00:00:50: Die wichtigste Sozialisationsphase liegt ungefähr in der dritten bis zwölften Lebenswoche.
00:00:56: In dieser Zeit reifen Sinnesorgane und motorische Fähigkeiten aus.
00:01:02: Die Sozialisation mit anderen Hunden beginnt meist früher, etwa in der dritten bis achten Woche, die Sozialisierung an Menschen etwas später, etwa in der fünften.
00:01:13: Welpen lernen in dieser Phase viele Verhaltensweisen?
00:01:17: Typische Bewegungen, Nahrungsaufnahme, Kot- und Harnabsatz, artgerechte Körpersprache, spielerisches Bellen und Beißen, Beißhemmung und das Erkennen menschlicher Körpersignale.
00:01:31: Die Entwicklung eines Hundes wird vor allem durch Sozialisation und Erziehung geprägt.
00:01:36: Oft wird selbstgemachtes Hundespielzeug als nützlich angesehen.
00:01:41: Sozialisationsschritte, die in den ersten vierzehn Wochen nicht stattfinden, lassen sich nicht vollständig nachholen.
00:01:49: Ein Hund, der bis zur vierzehnten Woche kaum sozialisiert wurde, ist praktisch nicht erziehbar oder trainierbar.
00:01:56: Mit dem Ende dieser frühen Phase ist das Lernen sozialer Fähigkeiten nicht abgeschlossen.
00:02:02: Sie bleiben durch lebenslange soziale Kontakte erhalten.
00:02:06: Eine Empfehlung aus dem Jahr nineteenhundert fünfundsechzig legte nahe, Welpen spätestens im Alter von acht Wochen von Mutter und Wurf zu trennen.
00:02:16: Adam Miklosi hält das für nicht zwingend.
00:02:20: Er sagt, es gibt keinen Grund für eine so frühe Trennung.
00:02:24: besonders wenn der Züchter bessere Bedingungen für die Sozialisation bietet als der spätere Halter.
00:02:31: In diesem Alter ist die Sozialisation noch nicht auf bestimmte Menschen festgelegt und Welpen, die gute Erfahrungen mit Menschen machen, lassen sich später meist auch gut an andere Menschen gewöhnen.
00:02:43: Hunde und Wölfe.
00:02:46: Hunde und Wölfe können sich kreuzen und fruchtbare Nachkommen haben.
00:02:51: An ihrem Aussehen lässt sich nicht zuverlässig erkennen, wie viel Wolf in einem Tier steckt.
00:02:56: Oft ist nur ein Gentest aussagekräftig.
00:03:00: Der Verhaltensforscher Eric Ziemen hat in seiner Dissertation und in Büchern langjährige Vergleiche zwischen Königspudeln, Wölfen und deren Mischlingen Puvos beschrieben.
00:03:13: In der Zucht wurde immer wieder versucht, Rassen durch Einkreuzen von Wölfen zu verändern, etwa beim Salos-Wolfhund, beim Tschechoslowakischen Wolfhund und beim Lupo Italiano.
00:03:26: Diese Erwartungen wurden nicht erfüllt.
00:03:28: Die Fortpflanzungszyklen von Wölfen und Haushunden unterscheiden sich.
00:03:33: Wölfinnen haben nur eine fruchtbare Phase im Jahr, Wolfsrüden sind nur in dieser Zeit deckbereit.
00:03:39: Haushündinnen kommen meist zweimal pro Jahr in die Standhitze, sind aber nicht ständig empfänglich für Wolfsrüden.
00:03:47: Auch Verhaltensunterschiede verringern die Wahrscheinlichkeit von Mischungen.
00:03:52: Wölfe tolerieren in ihrem Revier normalerweise keine fremden Artgenossen, dazu zählen auch Hunde.
00:03:58: Es sei denn, eine Wölfin ist pahrungsbereit und kein männlicher Wolf ist verfügbar.
00:04:05: Paarungen wurden vereinzelt beobachtet, führten aber nicht immer zu Nachkommen.
00:04:12: Vermischungen treten häufiger dort auf, wo wenige Wölfe und viele frei lebende Hunde leben.
00:04:18: Die Gefahr besteht in allen Gebieten, in denen Vorkommen von echten Wölfen und frei lebenden Hunden zusammenfallen, zum Beispiel in Süd- und Osteuropa.
00:04:29: Für den Artenschutz ist Hybridisierung ein Problem, weil sich Hundegene in Folgegenerationen ausbreiten und reine Wolfspopulationen verdrängen können.
00:04:39: In den Abrutzen und in Teilen der ehemaligen UDSSR sind Vermischungen nachgewiesen worden.
00:04:47: Auch bei der arabischen Unterart des Wolfes wird eine Vermischung mit verwilderten Hunden vermutet, weil dort öfter braune Augen vorkommen.
00:04:57: Übertragungen ansteckender Krankheiten wie Tollwut, Und Infektionen mit Parasiten wie Reude und dem dreigliedrigen Hundebandwurm sind zwischen Wölfen und Hunden in beide Richtungen möglich.
00:05:09: Freilebende Hunde haben keine tierärztliche Versorgung und können so Krankheitserreger in beiden Populationen verbreiten.
00:05:18: Sowohl Wölfe als auch wildernde Hunde reißen Rehe und gelegentlich Weidetiere.
00:05:24: Wenn ein wild lebender Wolf jagt und reist, wird das als ökologische Funktion gesehen.
00:05:30: Wenn ein freilaufender Hund wild hetzt und reist, ist das eine Ordnungswidrigkeit nach dem Landesjagdgesetz und kann mit Bußgeld geahndet werden.
00:05:40: Bei Wiederholung oder Vorsatz greift Paragraf zweihundertneunzig Strafgesetzbuch mit Geld- oder Freiheitsstrafe.
00:05:48: Domestizierung.
00:05:51: Paleontologische und archäologische Funde.
00:05:55: Die ältesten klaren fossilen Hinweise, dass sich Wölfe an Menschen anpassten, stammen aus dem Jungpaleolitikum.
00:06:02: Eine Übersicht aus dem Jahr-Zwei-Tausend-Zwölf datiert einige dieser Funde auf maximal neunzehntausend Jahre.
00:06:09: Es gibt aber einzelne Funde, die auf eine noch frühere Nähe von Wolf und Mensch hindeuten.
00:06:15: Schädel aus Pschetmosti in Tschechien sind etwa einunddreißigtausend fünfhundert Jahre alt.
00:06:22: In der Ratzbäu-Nischjahr-Höhle im Altei wurde ein Hundeschädel auf rund dreihunddreißigtausend Jahre datiert.
00:06:29: In Belgien, in den Höhlen von Goyet, wurde ein Schädelfund mit einem Alter von etwa six und dreißigtausend Jahren beschrieben.
00:06:38: Weil frühe Haushunde dem Wolf äußerlich sehr ähnlich waren, ist es schwer alte Knochen eindeutig zu beurteilen.
00:06:45: Typische Veränderungen am Gebiss und eine Verkürzung der Schnauze treten auch bei einigen Wolfsschädeln aus altsteinzeitlichen Siedlungen auf.
00:06:55: So wurde in der Ratzbeunichjahrhöhle ein fossiler Wolfsschädel mit hundetypischen Merkmalen gefunden, Und aus Goyette gibt es einen Schädelfund mit veränderter Schnauzenpartie, der auf etwa einunddreißigtausend siebenhundert Jahre datiert wurde.
00:07:12: In Krems-Wachtberg in Niederösterreich finden sich Kanidenreste, die bis zu dreißigtausend Jahre alt sind.
00:07:20: In den genannten Fällen könnte die kürzere, breitere Schnauze durch ein verändertes Fressverhalten entstanden sein, weil die Tiere sich an die Jagdbeute und Abfälle des Menschen anpassten.
00:07:33: Eine solche einseitige Erklärung gilt nicht als erwiesen, weil verändertes Fressverhalten auch andere Ursachen haben kann.
00:07:41: Aus der Chauvet-Höhle stammen Pfotenabdrücke von rund dreiundzwanzigtausend Jahren, die in der Form den Hunden näher stehen als den Wölfen.
00:07:51: Von der Fundstelle Elysée Vici I in Westrussland kennt man Hundeknochen, die auf etwa siebzehntausend bis dreizehntausend vor Christus datiert werden.
00:08:01: Die Siedlung liegt an einem Nebenfluss der Desna in einem Gebiet mit vielen Mammutknochen und wird einer spätglazialen Kultur zugerechnet.
00:08:11: Bei Ausgrabungen in den neunzehnhundertdreißiger Jahren fand man zwei komplette Hundeschädel, einen bei einer Herdstelle, den anderen in einer Behausung aus Mammutknochen.
00:08:22: Die Tiere hatten kurze Schnauzen und waren etwa siebzig Zentimeter hoch.
00:08:27: Die Schädel von Elisiewici und von einem ähnlich alten Fundplatz in der Ukraine gelten allgemein als einige der ältesten domestizierten Hunde.
00:08:37: Die Domestikation kann aber an mehreren Orten und zu unterschiedlichen Zeiten stattgefunden haben.
00:08:46: Im französischen Magdalenien zeigen Isotopenanalysen, dass Menschen und Wölfe damals sehr ähnlich fraßen.
00:08:56: Bei einem Wolf deuten die Isotope sogar darauf hin, dass er überwiegend Meerestiere gefressen hat.
00:09:03: Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass er schon vor rund vierzehntausend Jahren vom Menschen gehalten oder beeinflusst wurde.
00:09:13: Aus dem Kesslerloch in der Schweiz kennt man zudem einen Hund mit deutlich kürzerer Schnauze.
00:09:20: Eine Radiokohlenstoffdatierung ergab, dass dieses Tier ungefähr im Jahr zwölftausend dreihundert zwanzig vor Christus lebte.
00:09:30: Spätestens im oberen Magdalenien vor etwa vierzehntausend Jahren gilt die Domestikation des Hundes in Mitteleuropa als gesichert.
00:09:40: Der Kynologe Erik Ziemen beschreibt mit dem Begriff Hauswölfe, Wölfe, die noch nicht vollständig domestiziert sind, aber mit Menschen zusammenleben und soziale Beziehungen zu ihnen eingehen.
00:09:55: Ein starkes Indiz für Domestizierung sind Hunde, die gemeinsam mit Menschen bestattet wurden.
00:10:01: Ein sehr altes Beispiel ist das etwa vierzehntausend Jahre alte Doppelgrab von Oberkassel.
00:10:09: Um dieselbe Zeit gibt es eine frühe Hundebestattung im Natufien im vorderen Orient auf der Hayonim-Terrasse im Norden Israels.
00:10:18: Etwas jüngere Belege kommen aus der Kamptschatka, aus Sibirien und von Fundplätzen am Eisernen Tor in Serbien.
00:10:27: Im Mesolitikum sind Hundebestattungen auch in Nordeuropa verbreitet, zum Beispiel das neuntausenddreihundert Jahre altes Skelett von Almioe, und Funde aus der Ertebölle Kultur.
00:10:40: Auf dem amerikanischen Kontinent gehören frühe Hundefunde zu Texas, datiert auf etwa neuntausenddreihundert bis neuntausendvierhundert vor Christus und zu Fundstellen in Illinois, die auf rund zehntausend Jahre datiert wurden.
00:10:56: Ein Fund aus Alaska, ein Oberschenkelknochenfragment, ist etwa zehntausendeinhundertfünfzig Jahre alt.
00:11:04: Ein Kieferknochen aus Nakaome, In Nordost Costa Rica wurde als Hund identifiziert und auf rund zwölf Tausend Jahre datiert, was ihn zu einem der ältesten bekannten Hunde Amerikas macht.
00:11:19: Die genetischen Befunde sprechen dafür, dass vorkolumbianische Hunde zusammen mit den ersten Menschen aus Ost-Siberien nach Nordamerika gelangten, vor etwa vierzehntausend bis fünfzehntausend Jahren.
00:11:33: In der Jungsteinzeit war der Haushund weit verbreitet.
00:11:36: Hunde wurden oft separat bestattet.
00:11:40: Auch in frühen Bauernkulturen Mitteleuropas, etwa in der Bandkeramik seit etwa fünftausendfünfhundert vor Christus, tauchen Hunde in Gräbern und Siedlungen auf.
00:11:52: Beispiele sind Weihingen an der Enz oder ein Torfhund in Cernitz.
00:11:59: Manche ehemals als prähistorisch eingeschätzten Funde erwiesen sich später als viel jünger.
00:12:06: Im alten Ägypten wurden Hunde zusammen mit Menschen mumifiziert.
00:12:10: Der älteste Sicher- als solcher identifizierte Hunde-Napf mit Bisspuren stammt aus der Zeit um Christi Geburt und wurde in Mayen gefunden.
00:12:21: Genetische Belege.
00:12:24: In den neunzehnhundert neunziger Jahren zeigten erste Vergleiche der mitochondrialen DNA von Wölfen und Hunden dass die Domestizierung vor mehr als hunderttausend Jahren begonnen haben könnte und mehrmals unabhängig voneinander stattgefunden hat.
00:12:39: Spätere genetische Berechnungen datierten die Trennung auf mindestens onehundertfünfunddreißigtausend Jahre.
00:12:46: Diese sehr alten Zeitangaben beruhen auf molekularen Uhren und wurden später angezweifelt.
00:12:53: Eine Studie von zwei tausendvier ordnete alle Hunderassen vier verschiedenen Domestikationsereignissen zu.
00:13:02: Eine Untersuchung der mitochondrialen DNA von zwei tausend neun fand, dass alle Hunderassen weltweit einen gemeinsamen Genpool haben, der in zehn Haplotypen aufgeteilt ist.
00:13:14: Die gesamte genetische Bandbreite zeigte sich nur bei Hunden südlich des Yangtze in China.
00:13:20: Für diese Region schätzten die Forscher die Domestizierung auf höchstens sechzehntausend dreihundert Jahre vor heute und leiteten den Genpool von mindestens einundfünfzig weiblichen Wölfen ab.
00:13:33: Analysen des Yxtchromosomes fanden, dass Hunde aus Südostasien die größte Vielfalt tragen.
00:13:42: Daraus schlossen die Forscher, dass alle heutigen Hunde von etwa dreizehn bis vierundzwanzig männlichen Wölfen abstammen und dass spätere Rückkreuzungen mit Wölfen in anderen Regionen nur selten vorkamen.
00:13:55: Eine Studie von zwei Tausend Dreizehn, die alte Mitochondriale DNA und Pleistozäne Kanidenfossilien untersuchte, kam zu einem europäischen Ursprung der Domestikation.
00:14:08: Sie datiert diesen Prozess in Europa auf ein Zeitfenster zwischen thirty-thausend und achtzehntausend Jahren vor heute und teilt Haushunde in vier Kladen ein.
00:14:19: Ein thirty-thausend Jahre alter Schädel aus dem Altei zeigte eine größere Übereinstimmung mit heutigen Hunden als mit Wölfen und gilt damit als ältester Fund mit Merkmalen der Domestikation.
00:14:32: In dieser Studie fehlten ostasiatische fossile Haushundreste, deren Einbeziehung nach Ansicht der Autoren wichtig wäre.
00:14:40: Mit weiteren Fossilfunden, darunter rund vierzehntausend Jahre alte Überreste aus Apulien, konnten die Argumente für einen europäischen Ursprung zusätzlich gestützt werden.
00:14:51: Kleine Hunderassen sind ab etwa zwölftausend Jahren im vorderen Orient nachgewiesen.
00:14:58: Der heute bekannte Wachstumsfaktor IGF-Eins legt nahe dass kleine Rassen genetisch auf diese Region zurückgehen, was mit der Domestizierung des orientalischen Wolfs in Verbindung gebracht wird.
00:15:10: Die Hypothese, dass der Hund teilweise vom Goldschalkal abstammt, wurde durch DNA-Analysen widerlegt.
00:15:19: Gebrauchshunde Gebrauchshunde sind Hunde, die für Menschen Dienste oder Arbeiten verrichten und damit gewissermaßen berufstätig sind.
00:15:32: Ein bekanntes Beispiel sind Polizeihunde.
00:15:35: Ihr feiner Geruchssinn hilft bei der Spurensuche und beim Auffinden von Drogen, Sprengstoff und Menschen wie vermissten Kindern, hilflosen Personen, geflohenden Tatverdächtigen, Sträflingen oder Leichen.
00:15:50: Differenzierungshunde können Menschen am Körpergeruch erkennen und einer separaten Geruchsprobe zuordnen.
00:15:57: Andere Diensthunde werden auf Streife zum Schutz und zur Bewachung eingesetzt.
00:16:02: Einige Rassen eignen sich als blinden für Hunde, eine der schwierigsten Aufgaben unter den Hundeberufen oder als Assistenzhunde für Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen.
00:16:14: Manche Hunde werden als Rettungs- oder Therapiehunde ausgebildet.
00:16:19: Signalhunde erleichtern gehörlosen und schwerhörigen den Alltag.
00:16:24: Früher war die Verwendung als Gebrauchshund die ursprünglichste Form der Hundehaltung.
00:16:29: Heute ist sie nur noch selten.
00:16:32: Ursprünglich halfen Hunde vor allem bei der Jagd, beim Aufspüren, Aufjagen und Erlegen der Tiere.
00:16:39: Bei manchen Aborigines begleiteten Hunde die Menschen vor allem, damit sie sich in den kalten Nächten der Wüste wärmen konnten.
00:16:46: Eine besondere Jagdzusammenarbeit gab es oft nicht und die Hunde wurden mit Essensresten ernährt.
00:16:53: Jagdhunde.
00:16:56: Wahrscheinlich wurden Hunde zuerst vor allem zur Jagd eingesetzt und lange Zeit war das ihre wichtigste Aufgabe.
00:17:04: Viele dafür wichtigen Fähigkeiten hatten sie von ihren Vorfahren den Wölfen geerbt.
00:17:10: Deshalb brauchte es anfangs keine gezielte Zucht.
00:17:13: Erst viel später entstanden spezielle Jagdhundrassen.
00:17:17: Für die Treibjagd wollte man schnelle Hunde.
00:17:20: Kleine Hunde wie Dackel oder Terrier konnten dagegen gut in Fuchs oder Dachsbauer eindringen.
00:17:26: Hirtenhunde.
00:17:29: Als die Menschen sesshaft wurden und mehr Landwirtschaft und Viehzucht betrieben, Setzten sie Hunde immer häufiger ein, um Hof, Haus und Herden zu bewachen.
00:17:40: Bei der Auswahl von Hirtenhunden nutzte man ihren natürlichen vom Wolf stammenden Trieb, das Rudel zusammenzuhalten.
00:17:49: Wachhunde.
00:17:51: Früher hatten Hunde oft die Aufgabe, Gebäude, Besitz oder Vieh zu bewachen.
00:17:58: Diese Aufgabe verliert heute an Bedeutung.
00:18:01: In der Stadt waren dafür meist kleine Rassen wie der Spitz zuständig.
00:18:06: Auf dem Land setzte man wegen der größeren Abschreckung auch größere Rassen ein.
00:18:12: Oft hielt man zwei Hunde, einen kleinen, der schnell auf Fremde reagiert und Alarm schlägt und einen großen Hofhund, der Haus und Gelände schützt.
00:18:21: Auch Herdenschutzhunde gehören zu den Wachhunden.
00:18:25: Manche von ihnen werden heute zur Objektbewachung eingesetzt, zum Beispiel der Kangal in der Türkei.
00:18:32: Zugtier und Transporte.
00:18:36: Hunde wurden lange als Zugtiere eingesetzt.
00:18:39: Nachweisbar vom Mittelalter bis ins zwanzigsten Jahrhundert.
00:18:43: In Nimec, damals im Kreis Zauch-Belsig in der Mark-Brandenburg, zogen kleine Bauern nach dem Krieg, bis bis zur Verstaatlichung der Landwirtschaft durch die DDR-Hundewagen, bis zum Beispiel bei der Heuernte.
00:19:03: In nördlichen Ländern werden Hunde wie der Haski oder der Samoyede auch heute noch als Schlittenhunde eingesetzt.
00:19:13: Hunde als Zugtiere vor Schlitten und später auch als Fleischlieferant, spielten eine entscheidende Rolle bei den Expeditionen zum Nordpol, und zum Südpol, seit der Antike wurden Hunde in Kriegen eingesetzt.
00:19:33: Im Ersten Weltkrieg dienten sie als Meldehunde, als Munitionszubringer in Schützengräben, und für andere Aufgaben.
00:19:43: Freizeitgestaltung.
00:19:46: Weil sich Hunde gut an Menschen anpassen, sind sie das Haustier, das am engsten mit uns verbunden ist.
00:19:53: Viele Menschen verbringen ihre Freizeit mit ihrem Hund und betreiben zum Beispiel Hundesport.
00:19:59: Für manche Menschen ist der Hund sogar die einzige soziale Beziehung.
00:20:03: Wenn Hunde vermenschlicht werden, führt das oft zu schweren Fehlern in der Haltung.
00:20:09: weil die natürlichen Bedürfnisse der Tiere dabei nicht beachtet werden.
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