Haushund - Teil 3: Haltung und Zucht
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00:00:00: Haushund, Teil drei.
00:00:03: Haltung und Zucht.
00:00:05: Der Hund ist in Deutschland nach der Katze das am zweithäufigsten gehaltene Haustier.
00:00:12: Kaum ein anderes Tier lebt so eng mit dem Menschen zusammen und nimmt dabei so unterschiedliche Rollen ein.
00:00:19: Vom Familienhund über den Freizeitpartner bis hin zum Arbeits- und Assistenzhund.
00:00:27: Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Haltungsformen wieder.
00:00:32: Je nach Lebensstil, Wohnsituation und Bedarf der Halter entstehen unterschiedliche Anforderungen an Pflege, Beschäftigung und Umfeld.
00:00:43: Ein Verständnis dieser Bedingungen bildet die Grundlage für eine artgerechte und verantwortungsvolle Hundehaltung.
00:00:53: Zucht Im Laufe der Beziehung zwischen Mensch und Hund haben sich in verschiedenen Regionen viele unterschiedliche Hunderassen entwickelt.
00:01:03: abhängig von den jeweiligen Umwelt- und Lebensbedingungen.
00:01:07: Die Spannweite der Körpergrößen bei Hunden ist größer als bei allen anderen Landwirbeltieren.
00:01:13: Menschen haben Hunde gezielt gezüchtet und erzogen, damit sie für verschiedene Aufgaben eingesetzt werden können.
00:01:19: Die Fédération Synologie Internationale, abgekürzt FCI, ist die größte internationale Dachorganisation.
00:01:29: Sie koordiniert und veröffentlicht die Rassestandards ihrer nationalen Mitgliedsorganisationen und legt Regeln für die Hundezucht fest.
00:01:38: In Deutschland sind der VDH und die Rassehundezuchtvereine für die rassespezifische Ausgestaltung der Zuchtzulassungsprüfung zuständig.
00:01:47: Diese Prüfung umfasst eine Zuchtauglichkeitsprüfung.
00:01:51: Einige Hunderassen eignen sich besonders gut als Gebrauchshunde.
00:01:56: Je nach Einsatz achtet man besonders auf Eigenschaften wie einen feinen Geruchssinn, Schutztrieb und Volksamkeit.
00:02:04: Zu den Rassen, die als Diensthunde für Polizei oder Militär sowie als Schutz, Hüte, Begleit und Therapiehunde ausgebildet werden, gehören Airedale Terrier, Bouffier des Flandres, Belgischer und Deutscher Schäferhund, Dobermann, Deutscher Boxer, Hollandse Herdershond, Hoverwart, Riesenschnauzer, und Rottweiler.
00:02:28: Urtümliche Hunde.
00:02:30: In vielen Ländern gibt es Hunderassen, die äußerlich den ersten domestizierten Hunden sehr ähnlich sind.
00:02:37: Die Gesellschaft für Haustierforschung zählt dazu Paria und Schensihunde, wie man sie zum Beispiel in den equatorialen Regionen Afrikas findet.
00:02:47: Diese Hunde leben lose neben Menschen und werden als Abfallfresser toleriert.
00:02:53: Ihr Verhalten gilt als erster Schritt zur Domestikation.
00:02:57: Historisch folgte darauf die gezielte Zucht auf gewünschtes Verhalten und viel später auch die Zucht aus ästhetischen Gründen.
00:03:07: Einteilung der Zuchthunderrassen Wenn man Zuchthunderrassen einteilen will, muss man zwei Dinge berücksichtigen.
00:03:15: Die Entwicklung der Naturwissenschaften und die Entwicklung der Hundezucht.
00:03:21: Lange galt das äußere Erscheinungsbild als entscheidend.
00:03:24: Tiere, die ähnlich aussahen, wurden voneinander abgegrenzt und als Rassen bezeichnet.
00:03:31: Parallel dazu entwickelte sich die zweckbezogene Zucht.
00:03:35: Hunde wurden für bestimmte Aufgaben gezüchtet und die Tiere, die dafür am besten geeignet waren, kamen in die Zucht.
00:03:43: Deshalb bildeten sich auch Rassen nach dem Verwendungszweck.
00:03:47: Die regionale Herkunft war ein weiterer Faktor.
00:03:51: Alle diese Aspekte finden sich in den heutigen Einteilungen wieder.
00:03:55: Für das Vorlesen kann man die wichtigsten Typen so zusammenfassen.
00:03:59: Es gibt Hirtenhunde, Darunter spezialisierte Hütehunde wie altdeutsche Hütehunde, Collie oder Border Collie, Treibhunde wie den Appenzeller Sennenhund und Herdenschutzhunde wie den Kuvers.
00:04:13: Es gibt Hof- und Wachhunde, zum Beispiel Hova-Wart oder deutsche Spitze, Stallhunde wie Pinscher und Schnauzer, Gesellschafts- und Begleithunde wie Havanese oder Papillon, hochspezialisierte Jagdhunde in vielen Unterformen wie Vorstehhunde, Stöberhunde, Schweishunde, Retriever, Erdhunde, Saupacker und Laufhunde wie der Biegel sowie Windhunde, zu denen etwa der Azawak gehört.
00:04:41: Die moderne systematische Rassehundezucht ist im Vergleich zur Domestizierung sehr jung.
00:04:49: Sie begann Mitte des neunzehnten Jahrhunderts in den am weitesten entwickelten Industrieländern, wurde möglich durch neue Erkenntnisse über Vererbung und hatte das Ziel, bestimmte äußere Merkmale zu vereinheitlichen.
00:05:03: Die Zucht wurde in Zuchtbüchern und Ahnentafeln dokumentiert und sie baute auf den früher zweckbezogen gezüchteten Hunden auf.
00:05:12: Ein Problem der heutigen Systematik ist, dass sich über die Zeit sowohl der ursprüngliche Verwendungszweck einer Rasse als auch ihr Aussehen ändern können, sodass eine regionale Zuordnung oft nicht mehr möglich ist.
00:05:28: Eine zentrale kynologische Systematik pflegt die Fédération Synologie Internationale Kurz FCI.
00:05:37: Die FCI erkennt derzeit dreihundertvierundvierzig Rassen an.
00:05:42: Ihre Einteilung ist historisch gewachsen und berücksichtigt nicht unbedingt die genetische Verwandtschaft der Rassen.
00:05:50: Im FCI-System werden die anerkannten Hunderassen in zehn Gruppen eingeteilt.
00:05:55: Von Hüte und Treibhunden über Pinscher, Schnauzer, Molosoide und Schweizer Sennenhunde, über Terrier, Dachshunde, Spitze, und Hunde vom Urtyp, Laufhunde und Schweißhunde, Vorstehhunde, Apportier, Stöber und Wasserhunde bis zu Gesellschafts- und Begleithunden und Windhunden.
00:06:18: Zusätzlich listet die FCI vorläufig angenommene Rassen.
00:06:23: Außerhalb dieser Systematik gibt es zahlreiche Rassen, die von der FCI nicht anerkannt sind und einige Rassen gelten als ausgestorben, zum Beispiel Bassé d'Artois, Braque-Belge und Harlequin-Pincher.
00:06:38: Als eine der kleinsten anerkannten Hunderrassen gilt der Chihuahua.
00:06:43: Er wiegt zwischen zero Komma fünf und drei Komma null Kilogramm und hat eine Wiederristhöhe von unter zwanzig Zentimetern.
00:06:51: Zu den größten Rassen gehören die deutsche Dogge, bei der Rüden mindestens achtzig Zentimeter Widerristhöhe erreichen und der Irish Wolfhound, der bis zu fünfundneunzig Zentimeter groß werden kann.
00:07:04: Zu den seltenen Rassen zählen der Curly Coated Retriever und der Chapeye, der aus China stammt und seit mehr als zweitausend Jahren dokumentiert ist.
00:07:14: Qualzuchten.
00:07:17: Bei manchen Rassen wurde so extrem gezüchtet, dass die Hunde gesundheitliche Probleme bekommen.
00:07:23: Sie leiden zum Beispiel unter Kurzatmigkeit, Augenproblemen oder haben Schwierigkeiten bei der Geburt, wie es bei der englischen Bulldogge vorkommt.
00:07:33: Bei anderen Rassen wurden Merkmale übertrieben, etwa die starke Faltenbildung beim chinesischen Scharpai oder veränderte Feldstrukturen.
00:07:42: Solche Zuchtziele nennt man Qualzucht.
00:07:54: Das führte auch im deutschsprachigen Raum zu politischen Reaktionen, die eine Abkehr von der Qualzucht fordern.
00:08:01: In den Niederlanden ist seit Jahrzehnten die Zucht von kurzschneuzigen Hunden wie dem Mops verboten.
00:08:08: Seit Jahrzehnten wird dort auch über ein Haltungsverbot diskutiert.
00:08:14: Ernährung Hunde können, ähnlich wie Wölfe, ihre Ernährung an das verfügbare Futter anpassen.
00:08:23: Wölfe fressen nicht nur Beutetiere, sondern je nach Angebot auch pflanzliche Nahrung wie Wurzeln, Blätter, Gräser oder Früchte.
00:08:33: Durch das Zusammenleben mit dem Menschen haben sich Hunde weiter angepasst und sind zu alles Fressern geworden.
00:08:40: Nur Fleisch als alleinige Nahrung ist deshalb nicht angemessen.
00:08:45: Eine vollwertige Ernährung erreicht man am einfachsten mit hochwertigem, industriell hergestelltem Hundefutter.
00:08:53: Das versorgt die Tiere mit allen wichtigen Nährstoffen.
00:08:57: Manche Halter füttern spezielle Frischkost, genannt Barf.
00:09:02: Die Ernährung mit Speiseresten ist aus ernährungsphysiologischer Sicht fragwürdig, weil sie Mangelzustände hervorrufen kann.
00:09:11: Haltung in der Stadt.
00:09:14: In zahlreichen Städten gibt es Vorschriften, die festlegen, in welchen Bereichen Hunde ohne Leine herumtollen dürfen.
00:09:22: Sie beschränken das Freilaufen auf ausgewiesene Flächen, führen Karten mit diesen Gebieten und beschildern sie.
00:09:30: Beispiele sind Köln, Nürnberg, Paderborn und Zwickau.
00:09:36: In Berlin gilt eine allgemeine Leinenpflicht.
00:09:38: Es gibt Ausnahmen und die Möglichkeit, sich von der Leinenpflicht befreien zu lassen.
00:09:45: In München ist die Leinenpflicht nur in bestimmten Bereichen verpflichtend und hängt von Schulterhöhe und Rasse des Hundes ab.
00:09:54: Das Ziel solcher Regelungen ist, dass Hunde nicht überwiegend an der Leine geführt werden müssen, um Verhaltensprobleme zu vermeiden.
00:10:03: Beim freien Auslauf geht es nicht nur um Bewegung.
00:10:07: Hunde können hier Sozialkontakte zu Artgenossen pflegen, über Gerüche kommunizieren und ihre Umgebung erkunden.
00:10:17: ökologische Aspekte der Hundehaltung.
00:10:21: Eine Lebenszyklusanalyse der Technischen Universität Berlin hat errechnet, dass die Haltung eines Hundes im Durchschnitt acht Komma zwei Tonnen CO²-Equivalent verursacht.
00:10:33: Bei einer angenommenen Lebensdauer von dreizehn Jahren sind das etwa sechshundertdreißig Kilogramm pro Jahr.
00:10:40: Der Hundekot enthält Phosphor, Stickstoff und Schwermetalle, die besonders Gewässer belasten.
00:10:47: Trotz der negativen Folgen durch den Verbrauch von Plastik ist das Einsammeln des Kots mit Plastiktüten aus ökologischer Sicht sinnvoll und empfehlenswert.
00:10:57: Hundefutter stammt größtenteils aus der Massentierhaltung und bringt damit ökologische, soziale und tierschutzethische Probleme mit sich.
00:11:07: Viele Zutaten wären auch für die menschliche Ernährung geeignet.
00:11:11: Die onehundertsechzig Millionen Haushunde und Hauskatzen in den USA verbrauchen jährlich so viel Nahrungsenergie wie die gesamte Bevölkerung Frankreichs.
00:11:22: Währen sie ein Land, läge ihr Fleischverbrauch an fünfter Stelle, nach Russland, Brasilien, USA und China.
00:11:31: Rechtliches.
00:11:33: Hundesteuer.
00:11:36: In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Haltung von Haushunden steuerpflichtig.
00:11:41: Im Gegensatz zu Katzen.
00:11:44: In Deutschland und der Schweiz erheben die Gemeinden die Hundesteuer, In Österreich erledigen das die Bundesländer.
00:11:51: Die Höhe der Steuer variiert.
00:11:54: Oft dient eine Steuerplakette, die Hundemarke, als Nachweis und manche Gemeinden oder Bundesländer verlangen, dass diese Plakette gut sichtbar am Hund befestigt ist.
00:12:06: Deutschland.
00:12:08: Kennzeichnung und Registrierung.
00:12:12: Seit einigen Jahren können Haushunde einen Chip bekommen.
00:12:16: Dieser Chip ermöglicht die Identifikation des Tieres.
00:12:20: Zum Auslesen der Chipnummer braucht man ein Lesegerät, das in der Regel Tierärzte, Tierheime und Polizeidienststellen haben.
00:12:29: Organisationen wie TASSO und das Deutsche Haustierregister führen zentrale Register für entlaufene oder gefundene Hunde.
00:12:37: Dort kann die Chipnummer des eigenen Tieres eingetragen werden.
00:12:41: Die Chipnummer ist weltweit einmalig und ermöglicht im Unterschied zur Tätowierung eine sichere Identifikation.
00:12:49: Manche Gesetze schreiben eine solche Kennzeichnung vor.
00:12:52: Beim Grenzübertritt müssen Hunde nach der EU-Heimtierverordnung gekennzeichnet sein.
00:12:59: Haltungsbedingungen Für Hunde gilt die Tierschutz-Hunde-Verordnung, Tiersch-HUV vom zweiten Mai, two-thousand-eins.
00:13:09: Sie legt Mindestbedingungen für Räume, Zwinger und Leinenhaltung fest.
00:13:14: Die Verordnung schreibt außerdem vor, dass Welpen erst ab einem Alter von mindestens acht Wochen von ihrer Mutter getrennt werden dürfen.
00:13:23: Österreich.
00:13:25: Die Vorschriften zur Hunderhaltung stehen in der Verordnung über die Haltung von Wirbeltieren.
00:13:31: In Anlage eins sind die Mindestanforderungen festgelegt.
00:13:35: Hunde müssen täglich mindestens Auslauf bekommen und zweimal am Tag Sozialkontakt zu Menschen haben.
00:13:42: Sie müssen mehrmals täglich die Möglichkeit haben, draußen Kot und Urin abzusetzen.
00:13:48: Welpen dürfen frühestens nach acht Wochen von der Mutter getrennt werden.
00:13:53: In vielen Ländern und Gemeinden ist vorgeschrieben, dass Hunde zum Beispiel in Wohngebieten oder auf Straßen an der Leine geführt werden müssen.
00:14:02: In öffentlichen Verkehrsmitteln ist oft ein Maulkorb Pflicht.
00:14:06: Hundekot muss entfernt werden.
00:14:09: Häufig gibt es Spender mit kostenlosen Tüten dafür.
00:14:12: In Städten wie Wien oder Graz gibt es zusätzlich eingezäunte Bereiche, die öffentlich als Hundezonen genutzt werden können.
00:14:24: Das Tierseuchengesetz verlangt, dass Hunde gekennzeichnet und in einer zentralen Datenbank registriert sind.
00:14:31: Pflicht ist ein Mikrochip, ein Hundeausweis und die Eintragung in der Datenbank Amicus.
00:14:38: Früher mussten Halter vor dem ersten Hund einen Theoriekurs besuchen.
00:14:42: Dort ging es um die Grundbedürfnisse von Hunden, den Zeitaufwand und die Kosten.
00:14:47: Innerhalb eines Jahres nach dem Kauf mussten Hund und Halter ein praktisches Training absolvieren, in dem Alltagssituationen geübt wurden.
00:14:57: Diese Kursobligatorien wurden am einund dreißigsten Dezember, zwei tausendsechzehn, aufgehoben.
00:15:04: Seit zwei tausendsehntzehn gibt es auf der Website des BLV keine landesweit obligatorischen Hundekurse mehr.
00:15:11: Die Vorschriften zur Hundehaltung legen die Kantone fest.
00:15:15: Deshalb sind sie nicht einheitlich in der Schweiz.
00:15:18: In einigen Kantonen gibt es keine kantonale Hundegesetzgebung, weil Maßnahmen in die Zuständigkeit von Polizei oder Gemeinden fallen.
00:15:28: Andere Kantone haben eigene Hundegesetze, die Kennzeichnung, Registrierung sowie weitere Tierseuchenpolizeiliche und tierschutzrechtliche Regeln enthalten.
00:15:39: Viele Kantone regeln auch das Vorgehen bei Findeltieren und die Pflicht, den Hund unter Kontrolle zu halten.
00:15:48: Grenzübertritt in der Europäischen Union.
00:15:52: Seit zwei Tausendvier muss beim Grenzübertritt innerhalb der EU ein EU-Heimtierausweis mitgeführt werden.
00:15:59: In diesem Ausweis muss eine gültige Tollwutimpfung eingetragen sein.
00:16:04: Außerdem braucht der Hund einen implantierten, passiven RFID-Chip, der der ISO-Norm-Eins-Eins-Sieben-Acht-Vier entspricht und mit einem Lesegerät nach ISO-Norm-Eins-Eins-Sieben-Acht-Vier ausgelesen werden kann.
00:16:18: Die Chip-Nummer wird im Ausweis vermerkt.
00:16:21: Ziel dieser Regelung ist der Schutz vor Tollwut.
00:16:25: Kulturgeschichte.
00:16:28: In verschiedenen Kulturen werden Hunde sehr unterschiedlich wahrgenommen und bewertet.
00:16:34: In Europa, besonders in der germanischen Kultur, gelten Hunde traditionell als Treue Begleiter.
00:16:41: Man schätzt sie als Wach, Hüte und Jagdhunde.
00:16:46: Ein altes Beispiel für die Treue eines Hundes findet sich bereits in der Odyssee mit Argos.
00:16:52: Im deutschen Sprachgebrauch finden sich viele Redewendungen, die Hunde abwertend verwenden und sie mit Mühsal oder Gemeinheit verbinden.
00:17:02: Im Judentum und im Christentum waren Hunde ursprünglich meist nicht hoch angesehen.
00:17:08: Oft werden sie verächtlich genannt und dienen als Bild für etwas Geringes oder Verachtetes.
00:17:15: Im Islam gibt es unterschiedliche Lehrmeinungen zur Reinheit von Hunden.
00:17:20: Manche halten den Hund für rein, andere für unrein.
00:17:24: Die verbreitetste Ansicht ist, dass nur der Speichel unrein ist.
00:17:29: Beute, die ein Jagdhund apportiert, gilt dennoch als rein.
00:17:33: Im Koran werden Hunde an mehreren Stellen erwähnt, zum Beispiel als Jagdtiere und in der Erzählung von den Siebenschläfern.
00:17:42: In China ist die Haltung zum Hund pragmatisch.
00:17:46: Er wird weder verehrt, noch grundsätzlich verachtet.
00:17:50: In manchen südlichen Provinzen dient er auch als Speise.
00:17:54: Symbolisch steht der Hund für den Westen, für den Herbst und manchmal für Reichtum.
00:18:01: Im Volksglauben hat er eine Rolle beim Abwehren von Dämonen und er ist das elfte Tier im chinesischen Tierkreis.
00:18:09: Bei manchen Stämmen im Nordosten Nordamerikas wurden Hunde als Opfer für höhere Mächte dargebracht oder als Symbol für Fleischnahrung verwendet.
00:18:19: Zur Zeit des Humanismus wurden Hunde in der Kunst sehr beliebt.
00:18:24: Der Jagdhund war nicht nur treuer gefährte Adeliger Herren, er war auch ein Standeszeichen und wurde oft in Stein gemeißelt.
00:18:32: Kleine Hunde auf Grabmählern ernten besonders treue Frauen.
00:18:37: Humanisten wurden manchmal mit einem Hund neben dem Löwen dargestellt, wobei Größe, Haltung und Mimik des Tieres den Rang des Gelehrten kommentierten.
00:18:47: Petraker wurde häufig mit einem zusammengerollten Hündchen gezeigt.
00:18:51: Lukas Kranach ließ den Hund weg, als er Dürers Bild des heiligen Hieronymus kopierte.
00:18:57: Bruhende Hunde standen als Symbol dafür, Begierden zu beherrschen und für Beständigkeit.
00:19:07: Schon im vierten Jahrhundert schrieb Eusebius von Caesarea den Hunden natürliche Intelligenz zu.
00:19:14: Er beobachtete, wie Hunde beim Jagen Schritt für Schritt falsche Alternativen ausschließen und so erfolgreich Beute machen.
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