Haushuhn
Shownotes
Häufigste domestizierte Vogelart weltweit...
Mach's dir bequem und kuchel dich ein!
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Die Episode basiert auf Inhalten von Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Haushuhn
Inhalte wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet.
CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)
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00:00:01: Haushuhn.
00:00:03: Das Haushuhn stellt eine Zuchtform des in Südostasien beheimateten Bankiva-Hoons dar und wird innerhalb der biologischen Systematik der Familie, der Fasanenartigen zugeordnet.
00:00:17: In der landwirtschaftlichen Nutzung wird es allgemein als Geflügel klassifiziert.
00:00:23: Für die verschiedenen Geschlechter und Altersstufen existieren spezifische Bezeichnungen wobei das männliche Tier als Hahn oder Gockel bekannt ist.
00:00:34: Ein kastrierter Hahn wird hingegen als Kapauen bezeichnet.
00:00:39: Das weibliche Tier nennt man Henne, wobei junge Hennen bis zum Erreichen ihrer vollen Legereife als Junghennen gelten.
00:00:47: Wenn eine Henne Küken führt, wird sie im fachsprachlichen Kontext als Glucke bezeichnen.
00:00:54: Mit einem geschätzten weltweiten Bestand von deutlich mehr als zwanzig Milliarden Tieren gilt diese Art als das am häufigsten vorkommende Haustier des Menschen.
00:01:05: Statistisch gesehen entfallen damit auf jede Person etwa drei Hühner.
00:01:10: Die Anzahl der jährlich geschlachteten Tiere liegt mit etwa forty-fünf Milliarden noch weit aus höher, was auf die sehr kurzen Mastperioden in der modernen Landwirtschaft zurückzuführen ist.
00:01:23: Durch die Jahrtausende lange Geschichte der Domestikation hat sich eine immense Vielfalt an unterschiedlichen Rassen entwickelt.
00:01:31: Allein im europäischen Standard werden über einhundert-achtzig verschiedene Rassen und Farbschläge aufgeführt.
00:01:39: In der industriellen Produktion finden heute vor allem Hybrithühner Verwendung, die von spezialisierten Unternehmen gezüchtet werden.
00:01:49: Größe und Gewicht – in Bezug auf die körperlichen Ausmaße zeigen die ursprünglichen Wildhühner eine eher zierliche Statur, wobei die Häne ein maximales Gewicht von etwa µg und die Hennen lediglich einen Kilogramm erreichen.
00:02:09: Bei den domestizierten Formen ist hingegen eine außerordentliche Variation zu beobachten.
00:02:16: Die kleinsten bekannten Zwerg-Hunrassen wiegen oft nur etwa zweihundertfünfzig Gramm.
00:02:26: Am anderen Ende des Spektrums finden sich schwere Rassen und industrielle Hybride, die Gewichte von über zehn Kilogramm aufweisen können was vergleichbar mit der Masse einer Pute ist.
00:02:39: Bestimmte brasilianische Riesenhühner erreichen zudem eine beeindruckende Körperhöhe von über ein hundert Zentimetern.
00:02:48: Der körperliche Aufbau variiert je nach Zuchtlinie-und Verwendungszweck erheblich.
00:02:54: Während die schlanke und gestreckte Form der Wildahnen bei vielen traditionellen europäischen Landhunrassen erhalten geblieben ist, weisen Rassen mit Ursprung in China oder Amerika oft einen massiveren und eher kugeligen Körperbau auf.
00:03:10: Es gibt zudem genetisch bedingte Unterschiede in der Länge der Beine, die von extrem kurzen bis zu auffallend langen Läufen reichen können.
00:03:19: Die Linie des Rückens verläuft je nach Rasse entweder leicht ansteigend waagerecht oder in einem fast vertikalen Winkel nach unten.
00:03:30: Kammform Während der Kamm bei den wildlebenden Vorfahren stets eine einfache und fächerartige Form aufweist, haben sich in der Zucht zahlreiche Varianten herausgebildet.
00:03:43: Häufig ist er sogenannte Rosenkamm zu finden, der eine wulstige Struktur besitzt und meist in einem spitzen Dorn am Hinterkopf endet.
00:03:54: Manche Rassentragen einen Hörnerkamm mit zwei fleischigen Erhebungen, während andere einen seltenen Becherkamm zeigen.
00:04:03: Ein sehr kleinausgebildeter Erbsenkamm ist ebenfalls bekannt und bei einigen Tieren kann dieser Kopfschmuck auch vollständig fehlen.
00:04:12: Sexualdimorphismus Zwischen den Geschlechtern bestehen deutliche äußere Unterschiede die innerhalb einer Rasse sofort ins Auge fallen.
00:04:23: Der Kamm des Harnes ist wesentlich größer und kräftiger ausgebildet als derjenige, der Henne.
00:04:30: Zudem verfügt er Hahn über ein auffälliges Gefieder mit langen Federn am Hals sowie einen oft sicherförmig geschwungenen Schwanz.
00:04:40: Häufig ist das Federkleid des männlichen Tieres farbenprächtiger gestaltet.
00:04:45: In der Regel ist der Hahn auch körperlich größer und bringt etwa ein Kilogramm mehr Gewicht auf die Waage als das weibliche Tier.
00:04:54: Läufe Die Beine und Zähnen der Tiere sind im Normalfall nicht mit Federn bedeckt.
00:05:02: Es existieren jedoch spezielle Rassen, bei denen eine Befiederung der Läufe auftritt – die von feinen Federchen bis zu dichten Federbüscheln an den äußeren Zehen reichen kann.
00:05:16: Die Anordnung der Zehen folgt meist dem Muster von drei nach vorn und einer nach hinten gerichteten Seehe.
00:05:24: Bei fünfzehigen Rassen sind hingegen zwei Zehen nach hinten orientiert.
00:05:31: Männliche Tiere entwickeln zudem über der Hinterzehe einen Sporn, der als Waffe dient und bei älteren Hähnen eine beträchtliche Länge erreichen kann – Verhalten!
00:05:45: Obwohl Hühner je nach Rasse in der Lage sind kurze Distanzen von einigen Metern fliegend zu überbrücken halten sie sich vorwiegend am Boden auf.
00:05:57: Wissenschaftlich bemerkenswert ist die Entdeckung eines Magnetsins bei dieser Art.
00:06:03: Damit konnte erstmals, bei einem Standort treuen Vogel nachgewiesen werden, dass er über ein solches System zur Orientierung verfügt – Lautäußerungen.
00:06:16: Das laute Krähen des Harnes dient primär dazu den eigenen Herrschaftsbereich akustisch zu markieren.
00:06:24: Typischerweise ist dieser Ruf bei Sonnenaufgang zum Mittagszeit und am Abend zu hören.
00:06:32: Wobei die Tiere auch zu jeder anderen Tageszeit krähen können.
00:06:37: In der Antike wurde der Harnenschrei sogar als feste Zeitangabe genutzt, um die Phase zwischen Mitternacht- und dem Tagesanbruch zu benennen.
00:06:47: Neben dem Krän nutzen alle erwachsenen Tiere das Gackern als vielseitiges Mittel zur Verständigung.
00:06:54: Diese Lautäußerungen dienen der Warnung vor Gefahren, dem Drohnen gegenüber Artgenossen oder dem Anlocken von Küken, und umfassen auch Laute die Unbehagen- oder Schmerzausdrücken.
00:07:08: Nahrung In ihrem natürlichen Habitat suchen die Vögel am Boden nach Gräsern, Körnern, Würmern und Insekten – verschmähen aber auch kleine Schnecken oder gelegentlich Mäuse nicht!
00:07:23: Während der Nahrungssuche sind sie äußerst wachsam und bevorzugen Landschaften, die ihnen ausreichend Deckung bieten Um versteckte Nahrungsmittel freizulegen, scharren sie intensiv mit den Füßen im Erdreich.
00:07:38: Da Sie über keine Zähne verfügen nehmen Sie kleine Steine auf die im Magen bei der Zerkleinerung harter Futterbestandteile helfen.
00:07:48: In der industriellen Haltung wird teilweise der Schnabel gekürzt um gegenseitige Verletzungen zu vermeiden Was jedoch das natürliche Pickverhalten der Tiere erheblich einschränkt.
00:08:01: Legeverhalten Eine Henne einer spezialisierten Legerasse kann pro Jahr etwa zweihundertfünfzig bis dreihundert Eier produzieren.
00:08:13: Vorausgesetzt, das gelegte Ei wird täglich aus dem Nest entfernt.
00:08:18: Bleiben die Eier im Nest liegen setzt bei entsprechendem Instinkt der Bruttrieb ein.
00:08:25: Bei vielen modernen Zuchtrassen wurde dieser Trieb jedoch gezielt reduziert.
00:08:31: eine Umstellung der Fütterung auf reinen Weizen kann diesen natürlichen Instinkt manchmal wieder hervorrufen.
00:08:39: Die normale Dauer der Brut beträgt einundzwanzig Tage, wobei Störungen im Brutverhalten dazu führen können dass eine Henne das Nest vorzeitig verlässt.
00:08:51: Dies wird oft bei Tieren beobachtet die selbst in einer künstlichen Brutmaschine geschlüpft sind.
00:08:58: Sozialverhalten Innerhalb einer Hühnergruppe bildet sich eine charakteristische Rangordnung heraus die flexibel auf Veränderungen reagiert.
00:09:10: Da die Tiere instinktiv erhöhte Schlafplätze bevorzugen, was auf ihre wild lebenden Vorfahren zurückzuführen ist – die nachts in Bäumen ruten – sollten in Stellen alle Sitzstangen auf der gleichen Höhe angebracht sein.
00:09:26: Dies verhindert ständige Kämpfe um die vermeintlich sichersten höhergelegenen Plätze.
00:09:33: Auch eine großflächige Verteilung des Futters ist ratsam, damit auch rangniedere Tiere ausreichend Nahrung erhalten.
00:09:43: Unabhängig von der Haltungsform können jedoch Probleme wie das gegenseitige Picke von Federn auftreten – wobei bestimmte Rassen weniger anfällig für solche Verhaltensstörungen sind.
00:09:55: Aktuelle wissenschaftliche Studien belegen dass diese Vögel über ein hochentwickeltes Sozial- und Kommunikationsverhalten verfügen.
00:10:05: Bei Hennen konnten physiologische Reaktionen gemessen werden, die auf Empathie gegenüber ihren Küken hindeuten.
00:10:12: Zudem wurden Intelligenzleistungen nachgewiesen, die das logische Lösen von komplexen Aufgaben auch unter wechselnden Bedingungen umfassen.
00:10:23: In engen Haltungssystemen ohne ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten kann dieses natürliche Sozialverhalten jedoch stark gestört werden, was zu Leiden bei den Tieren führt.
00:10:36: Die Forschung unterstreicht damit, dass das Huhn ein Tier mit komplexen emotionalen und kognitiven Fähigkeiten ist – das weit über einfache Instinkte hinaus agiert.
00:10:48: Lebensverlauf Hinsichtlich des maximal erreichbaren Alters gibt es unterschiedliche Angaben wobei in Fachpublikationen gelegentlich von bis zu fünfzig Jahren berichtet wird.
00:11:02: In der Praxis erreichen Hühner, die nicht vorzeitig geschlachtet werden, meist ein Alter zwischen fünf und neun Jahren.
00:11:11: Tiere in freier Haltung leben oft länger als solche, die unter dem hohen physiologischen Stress einer ständigen Eierproduktion stehen.
00:11:21: Bereits ab dem zweiten Lebensjahr nimmt die Anzahl der produzierten Eier bei den Hennen merklich ab.
00:11:28: Forschung Die Rekonstruktion der Domestikationsgeschichte gestaltet sich wesentlich schwieriger als bei größeren Säugetieren wie Rindern oder Schafen.
00:11:40: Die filigranen Knochen der Vögel bleiben seltener im Boden erhalten und können durch natürliche Prozesse leicht in tiefere archäologische Schichten gelangen, was die zeitliche Zuordnung erschwert.
00:11:54: Zudem sehen die Skelettreste der Wildform und anderer verwandter Arten einander zum Verwechseln ähnlich.
00:12:01: Lange Zeit schenkte die Wissenschaft diesen kleinen Funden wenig Aufmerksamkeit, da man keine relevanten Erkenntnisse erwartete.
00:12:11: Dies hat sich grundlegend geändert – da die Analyse von Hühnerknochen heute als wichtiger Schlüssel gilt um Informationen über die Ernährung, soziale Strukturen und Handelswege früherer Kulturen sowie über den damaligen Zustand der Umwelt zu gewinnen.
00:12:29: Die Untersuchung dieser unscheinbaren Reste ermöglicht es Forschern, die Ausbreitung landwirtschaftlicher Techniken und dem kulturellen Austausch zwischen verschiedenen Weltregionen über Jahrtausende hinweg nachzuvollziehen.
00:12:45: Genetische Herkunft bereits im Jahr stellte Charles Darwin die Vermutung auf, dass das moderne Haushuhn vom Bankiva-Huhn abstammt.
00:12:59: Einer Wildform, die in Südostasien weit verbreitet ist.
00:13:04: Seine Schlussfolgerungen stützten sich auf den Vergleich anatomischer Merkmale sowie auf die Beobachtung, dass Kreuzungen zwischen dem Haushuhn und anderen Wildhühnern nur unfruchtbare Nachkommen
00:13:19: hervorbrachten.".
00:13:21: Diese Theorie fand über lange Zeit hinweg breite Zustimmung in der Fachwelt, konnte jedoch erst im zwanzigsten Jahrhundert durch moderne Analyse-Methoden endgültig abgesichert werden.
00:13:35: Eine wegweisende Studie aus dem Jahr nineteen Hundert Achtund Sechzig verglich die Proteinstrukturen in den Eiern und fand signifikante Übereinstimmungen zwischen dem Haushuhn während gleichzeitig deutliche Abweichungen zu anderen Arten wie dem Sonnerathuhn festgestellt wurden.
00:13:58: In den Neunzehnhundertneunzigerjahren gelang es durch molekularbiologische Untersuchungen, die direkte Verwandtschaftslinie zum Bankiwa-Huhn endgültig zu bestätigen.
00:14:10: Ein bedeutender Meilenstein wurde im Jahr zwei Tausendzwanzig erreicht als Forscher eine umfassende genetische Analyse veröffentlichten, die über achthundertsechzig Genomesquenzen berücksichtigte.
00:14:26: Diese Studie bezog nicht nur zahlreiche domestizierte Linien ein sondern auch alle bekannten wild lebenden Angehörigen der Kammhühner.
00:14:36: Die Ergebnisse identifizierten das Burma-Bankiva-Hun Eine Unterart, die vom westlichen Südostasien bis in den süden Chinas vorkommt als die primäre Ausgangsform des Haushoons.
00:14:50: Die Trennung der beiden Entwicklungslinien erfolgte demnach vor etwa achttausend Einhundert Jahren.
00:14:58: Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass im Laufe der Zeit auch andere Formen lokal eingekreuzt wurden da sich in einigen Genomen Spuren des Sonnerathoons finden lassen.
00:15:10: Diese komplexen genetischen Vermischungen deuten darauf hin dass die Domestikation kein isoliertes Ereignis war, sondern ein Prozess der sich über weite geografische Räume erstreckte.
00:15:24: Die Identifizierung der exakten Stammform ermöglicht es der Wissenschaft heute, die Wanderbewegungen des Menschen und seiner Haustiere mit einer bisher ungekannten Präzision zu verfolgen.
00:15:38: Durch diese Genanalysen wurde deutlich das die Vielfalt heutiger Rassen auf einer Jahrtausende langen Selektion basiert, die ihren Ursprung in den Wäldern Südostasiens hat.
00:15:51: Die Forschung zeigt eindrucksvoll wie eng die biologische Entwicklung dieser Vogelart mit der Ausbreitung der menschlichen Zivilisation und Landwirtschaft verknüpft ist.
00:16:04: Über einen sehr langen Zeitraum hinweg galt in der Forschung die Annahme dass die Domestizierung des Haushoons bereits im sechsten Jahrtausend vor Christus, in den Gebieten des heutigen Chinas ihren Anfangnamen.
00:16:20: Archäologische Ausgrabungen in der nordost chinesischen Provinz Hebei schienen diese Theorie zu stützen – da dort Knochenreste gefunden wurden, die man zunächst als Beweise für eine sehr frühe Hühnerhaltung interpretierte.
00:16:36: Besonders die Fundstätte Zixan wurde oft als Beleg für ein Alter von rund siebentausend neunhundert Jahren angeführt.
00:16:45: Während Funde aus Nanshuang-Tou diesen Zeitpunkt sogar auf über zehntausend Jahre vor heute zurückverlegen sollten.
00:16:54: Ähnliche Entdeckungen auf dem Lösplato, etwa in der Provinz Ganzu näherten die Vorstellung einer frühen Hühnerzucht in diesen nördlichen Regionen.
00:17:05: Diese Einschätzungen wurden jedoch in jüngerer Zeit zunehmend kritisch hinterfragt.
00:17:11: Ein wesentlicher Kritikpunkt betrifft die natürlichen Lebensbedingungen der Kammhühner, die als tropische Vögel in den kühlen und trockenen Klimazonen Nord-Chinas ursprünglich nicht heimisch waren.
00:17:25: Es erscheint daher plausibler dass eine erfolgreiche Domestikation zuerst in den tropischen Habitaten Südostasiens stattfand Und die Tiere erst später an weniger günstige Siedlungsräume angepasst wurden.
00:17:40: Zudem erwies sich die Methode der Datierung als problematisch, da oft nur die Fundschichten und nicht die Knochen selbst direkt untersucht wurden.
00:17:51: Da die filigranen Hühnerknochen leicht durch den Boden wandern können sind solche zeitlichen Einordnungen oft ungenau.
00:18:00: Anatomische Detailanalysen aus der Mitte der Jahrzehnte zeigten schließlich dass viele der vermeintlichen Haushuhn-Reste in Wirklichkeit von wild lebenden Fasahnen stammten.
00:18:13: Genetische Untersuchungen an Funden vom Lösplato bestätigten im Jahr twenty-twanzig diesen Befund und machten deutlich, das dort keine Hühner sondern Fasane genutzt wurden.
00:18:27: Der derzeit älteste gesicherte Nachweis für das Haushuhn in China stammt somit erst aus der Zeit der Shang-Dynastie um twelvehundert vor Christus.
00:18:38: In der wissenschaftlichen Diskussion verlagerte sich der Fokus daher auf das festländische Südostasien, dass sowohl genetisch als auch naturräumlich als Ursprungsregion in Betracht kommt.
00:18:51: Aus dem regionalen Neolitikum sind Siedlungen bekannt die einen Zeitraum von viertausend bis eintausend fünfhundert vorkristus abdecken und zahlreiche Vogelreste enthalten.
00:19:05: Forscher konnten zeigen, dass sich domestizierte Tiere durch eine robuste Gestaltung der Beinknochen und grazilere Flügelknoche von ihren wilden Verwandten unterscheiden.
00:19:16: Eine umfassende Erhebung aus dem Jahr twenty-twoundzwanzig identifizierte schließlich Thailand als den Ort mit den ältesten eindeutigen Belegen.
00:19:27: Besonders die Fundstelle Ban Non Wat im Norden des Landes lieferte Funde, die zwischen sixteenhundertfünfzig und zwölfhundertfünftig vor Christus datieren.
00:19:39: Fast fünfundneunzig Prozent aller dort gefundenen Vogelreste werden dem Haushuhn zugerechnet.
00:19:46: Es wird vermutet dass der Anbau von Trockenreis in Südostasien den Domestikationsprozess begünstigte da die Vögel als Körnerfresser von den Feldern angelockt wurden.
00:19:59: Die zunehmende Kultivierung von Getreide im Neolithikum schuf eine neue Nahrungsquelle und führte zu einer unmittelbaren Nachbarschaft zwischen Mensch und Tier.
00:20:11: Dieser Prozess markiert den eigentlichen Beginn der Haustierwertung, und legte den Grundstein für die spätere weltweite Ausbreitung des Haushuens.
00:20:21: Die enge ökologische Verbindung zwischen dem Reisanbau und der Hühnerhaltung zeigt wie landwirtschaftliche Innovationen die Tierzucht direkt beeinflussen.
00:20:32: Damit wird deutlich, dass die Geschichte des Haushuens untrennbar mit der Entwicklung sesshafter Lebensformen in Südostasien verknüpft ist – wo die Vögel erstmals eine dauerhafte Rolle im menschlichen Alltag übernahmen.
00:20:47: Europa In der Vergangenheit wurde oft über sehr frühe Funde des Haushuhens in Europa berichtet die bis in die Zeit um fünftausend vor Christus zurückreichen sollten.
00:21:02: Diese Berichte stützten sich meist auf die relative Datierung von Fundschichten und nicht auf die direkte Untersuchung der Knochen selbst.
00:21:12: Im Jahr twenty-twoundzwanzig durchgeführte absolute Datierungen ergaben jedoch, dass viele dieser vermeintlich alten Reste in Wirklichkeit moderne Knoche waren die durch natürliche Prozesse in tiefere Erdschichten gelangt waren.
00:21:30: Nach heutigem Kenntnisstand stammen die ältesten zweifelsfrei nachgewiesenen Belege in Europa aus Italien.
00:21:39: In der Fundstelle Fort Cello wurden Reste entdeckt, deren alter mittels Radiokarbon-Methode auf etwa siebenhundertsiebzig vor Christus bestimmt wurde.
00:21:51: Weitere Hinweise aus dem neunten Jahrhundert v.
00:21:53: Chr.,
00:21:55: finden sich in Gräbern der lazialen Kultur, wobei hier eine absolute Datierung noch aussteht.
00:22:02: Es ist wahrscheinlich das griechische Händler die Vögel aus Nordafrika nach Italien brachten – da an den phänizischen Küsten ähnlich alte Funde existieren.
00:22:14: Interessanterweise wird das Hunn in den Epen Homers um achthundert vor Christus noch nicht erwähnt.
00:22:21: Er scheint aber später regelmäßig auf griechen Vasen und in der etruskischen Kultur.
00:22:28: Ein bekanntes Beispiel ist eine Keramikfigur in Form eines Hans aus dem siebten Jahrhundert vor Christus, die als Gefäß diente.
00:22:38: Zu dieser Zeit wurde das Huhn in Europa jedoch noch nicht primär zur Ernährung genutzt sondern besaß er einen symbolischen Charakter.
00:22:48: Die Tiere wurden für Hanenkämpfe gehalten oder dienten als Motive auf den Schilden von Kriegern.
00:22:55: Bereits damals gab es vermutlich verschiedene Typen, die sich durch besondere Merkmale wie einen Rosenkamm unterschieden.
00:23:04: Über griechische und phynizische Handelswege sowie durch die Wanderungsbewegungen kältischer Stämme gelangte das Haushuhn schließlich nach West- und Mitteleuropa.
00:23:16: In der frühen Eisenzeit ist seine Anwesenheit beispielsweise auf der Heuneburg in Süddeutschland gesichert.
00:23:23: Der älteste, sicher datierte Fund nördlich der Alpen stammt aus Tschechien und wird auf die Zeit zwischen fivehundertvierzig und vierhundert vor Christus geschätzt.
00:23:35: Trotz dieser Nachweise blieb das Huhn im eisenzeitlichen Europa insgesamt selten – und wurde wohl eher als exotische Besonderheit angesehen.
00:23:46: Eine massive Zunahme der Funde ist erst mit der Ausdehnung des römischen Reiches zu verzeichnen.
00:23:54: In dieser Epoche verbreitete sich das Hohen bis nach Skandinavien und in das Baltikum.
00:24:00: Mit den Römern änderte sich auch die Nutzung, Die Vögel wurden nun verstärkt zur Fleisch- und Eierproduktion herangezogen.
00:24:10: Ein deutliches Zeichen für diesen Wandel ist die Fundstelle Felsen in den Niederlanden wo aus dem ersten Jahrhundert nach Christus über zweitausend fünfhundert Knochenreste geborgen wurden.
00:24:23: Zudem entwickelte sich die Sitte, Hühner als Grabbeigaben zu nutzen.
00:24:28: Wobei oft häne Männern und Hennen Frauen beigegeben wurden.
00:24:33: Damit festigte das Haushuhn seine Stellung als eines der wichtigsten Nutztiere in der europäischen Geschichte – und wurde zu einem festen Bestandteil der bäuerlichen Lebenswelt.
00:24:45: Die Forschung zeigt wie sich die Bedeutung des Tieres über die Jahrhunderte von einem kultischen Symbol zu einer grundlegenden Nahrungsressource wandelte.
00:24:56: Neuzeit!
00:24:59: Bis weit in das neunzehnte Jahrhundert hinein war die ländliche Landwirtschaft durch eine starke, geografische Isolation geprägt.
00:25:08: Da es kaum Austausch von Tieren zwischen den verschiedenen Regionen gab entwickelten sich zahlreiche lokale Landrassen, die optimal an ihre jeweilige Umgebung angepasst waren.
00:25:21: Ein systematisches Interesse an der Definition von Zuchtstandards erwachte erst im achtzehnten Jahrhundert, obwohl einige spezialisierte Rassen bereits seit dem sechzehnten Jahrhundertexistierten.
00:25:35: Die ersten organisierten Zuchtschauen fanden zu Beginn des neunzehnden Jahrhunters statt – gewannen aber erst in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderz ein großer Popularität.
00:25:48: In dieser Zeit wurden auch die ersten Fachverbände gegründet, um die Zuchtregeln zu vereinheitlichen.
00:25:56: Eine besondere Rolle bei der Popularisierung neuer Rassen spielte die britische Königin Victoria.
00:26:03: Im Jahr eighteenhundertzweiundvierzig erhielt sie von einem Seefahrer Sieben Hühner aus Asien geschenkt.
00:26:11: Diese Tiere fielen durch ihre Zahmheit, ihren kompakten Bau und ihr dichtes Gefieder auf und unterschieden sich stark von den damals bekannten britischen Rassen.
00:26:23: Obwohl die genaue Herkunft der Tiere unklar blieb, begann die Königin eine erfolgreiche Zucht in einer eigens errichteten Voliere – sie verschenkte befruchtete Eier dieser neuen Rasse, die heute als Cochin bekannt ist an andere europäische Herrscherhäuser.
00:26:43: Das Interesse des Königshauses löste eine enorme Begeisterung in der Öffentlichkeit aus.
00:26:50: Die Presse berichtete ausführlich über die exotischen Vögel und bald wurden sie auf großen landwirtschaftlichen Ausstellungen gezeigt.
00:26:59: Dies führte zwischen eighteenhundertfünfundvierzig und achtzehnhundert fünfundfünfzig zu einer regelrechten Modeerscheinung, die in Großbritannien und Nordamerika als große Begeisterung für Rassehühner bekannt wurde.
00:27:14: Die Preise für seltene Tiere stiegen in astronomische Höhlen was von Zeitgenossen oft mit dem Tulpenwahn in den Niederlanden verglichen wurde.
00:27:24: Dieser Boom legte den Grundstein für die moderne Rassegeflügelzucht und führte dazu, dass die ästhetischen Merkmale der Tiere zunehmend in den Vordergrund rückten – Hühnerrassen!
00:27:38: Die gezielte Zucht hat im Laufe der Zeit eine beeindruckende Vielfalt an Formen hervorgebracht.
00:27:45: Diese Gruppen von Tieren werden nach festen Merkmalen unterschieden und als eigenständige Rassen geführt.
00:27:52: Innerhalb der organisierten Zucht beschreibt der Begriff der Rasse eine Gruppe von Tieren, die in ihrem Körperbau ihrer Größe und ihrem Gefieder übereinstimmen.
00:28:03: auch Verhaltensweisen wie die Art des Krährufs können ein Merkmal sein.
00:28:09: Die offizielle Anerkennung erfolgt durch Zuchtverbände, die genaue Standards festlegen.
00:28:16: Innerhalb einer Rasse sind oft verschiedene Farben zulässig und fast jede Großrasse existiert auch in einer Zwergform.
00:28:25: Hühnerrassen weltweit.
00:28:28: Im europäischen Standard sind gegenwärtig über einhundertundachtzig verschiedene Rassen- und Farbschläge verzeichnet.
00:28:35: Weltweit existieren unzählige weitere Sorten, die teils extreme körperliche Merkmale aufweisen oder an sehr schwierige klimatische Bedingungen angepasst sind.
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