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Hauskatze - Teil 1: Anatomie

Shownotes

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Der Artikel wurde redaktionell überarbeitet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hauskatze
CC BY-SA 4.0

Transkript anzeigen

00:00:00: Hauskatze, Teil eins.

00:00:03: Anatomie.

00:00:05: Die Hauskatze, wissenschaftlich Pheliskatus genannt, ist die domestizierte Form der Falbkatze.

00:00:13: Sie zählt zu den beliebtesten Heimtieren.

00:00:17: In der Rassekatzenzucht spricht man meist nur dann von einer Hauskatze, wenn das Tier keiner anerkannten Rasse angehört.

00:00:27: In Deutschland leben mehr Hauskatzen als jedes andere Heimtier.

00:00:33: Freilaufende Hauskatzen gehen auf Jagd und können dadurch die Artenvielfalt gefährden.

00:00:39: Fachleute stufen sie als eine der besonders problematischen, invasiven Arten weltweit ein.

00:00:47: Äußere Merkmale Die Merkmale der Hauskatze unterscheiden sich je nach Verbreitungsgebiet.

00:00:55: Bei gezüchteten Tieren bestimmen Rassestandards das Aussehen.

00:01:00: Bei frei lebenden Hauskatzen wirkt vor allem der Selektionsdruck, den die örtlichen Umweltbedingungen ausüben.

00:01:10: Hauskatzen erreichen im Durchschnitt eine Kopfrumpflänge von etwa fünfzig Zentimetern.

00:01:18: Ihr Gewicht liegt meist bei rund vier Kilogramm, kann aber zwischen ungefähr zweieinhalb und acht Kilogramm schwanken.

00:01:27: Kater sind in der Regel etwas größer als Katzen.

00:01:31: Der Schwanz misst im Mittel, von zwanzig bis dreißig Zentimeter.

00:01:36: Eine Ausnahme bildet die schwanzlose Mankskatze von der Insel Mann.

00:01:42: Die Schulterhöhe bewegt sich zwischen dreißig und fünfunddreißig Zentimetern.

00:01:47: In kälteren Regionen sind Hauskatzen meist schwerer und größer, in wärmeren Gebieten leichter.

00:01:55: Die National Geographic Society nannte, oneinzehnhundertachzig für mehrere beliebte Katzenrassen, eine durchschnittliche Kopfrumpflänge von sechsundvierzig Zentimetern und eine Schwanzlänge von dreißig Zentimetern.

00:02:12: Als bislang schwerster bekannter Hauskater gilt der stark übergewichtige Hemi aus Australien, der gut einundzwanzig Kilogramm wog.

00:02:23: Die Wildform der Hauskatze zeigt auf der Stirn eine emförmige Zeichnung.

00:02:29: Von den Augen verlaufen dunkle Linien nach außen.

00:02:33: Ein dunkler Alstrich zieht sich über den Rücken.

00:02:37: An den Seiten erscheinen Bänder oder Tupfen.

00:02:40: Beine und Schwanz sind ebenfalls dunkelgebändert.

00:02:44: Die Grundfarbe reicht von grau-schwarz bis zu warmen Brauntönen.

00:02:51: Diese typischen Fellmuster heißen Tabby.

00:02:55: Neben dem beschriebenen Wildtyp, auch Mackerel genannt, haben sich weitere Zeichnungen und zahlreiche Farbschläge entwickelt.

00:03:04: In Europa, Nordamerika und Australien ist das gestromte Muster am häufigsten.

00:03:11: Oft treten dabei weiße Partien auf.

00:03:14: Die Ohren der Hauskatze stehen aufrecht, sind an der Basis breit, dreieckig und an den Spitzen leicht gerundet.

00:03:24: Jede Ohrmuschel lässt sich unabhängig in verschiedene Richtungen drehen und bei Bedarf flach an den Hinterkopf legen.

00:03:32: Die nach vorn gerichteten Augen ermöglichen räumliche Sehen.

00:03:38: Stütz und Bewegungsapparat.

00:03:42: Der Körperbau einer Hauskatze ist ausgesprochen beweglich.

00:03:46: Ihr Skelett besteht aus mehr als zweihundertdreißig Knochen.

00:03:51: Der kurze und robuste Schädel schützt das Gehirn.

00:03:55: Die Augenhöhle ist nach vorn knöchern, nach hinten jedoch nur durch ein festes Bindegewebsband abgeschlossen.

00:04:03: Die Wirbelsäule gliedert sich in sieben Halswirbel, dreizehn Brustwirbel, sieben Ländenwirbel, drei zu einem Kreuzbein verwachsene Kreuzwirbel sowie zwanzig bis dreiundzwanzig Schwanzwirbel.

00:04:20: Das Schlüsselbein ist nur als kleiner Knochen im Muskel des Vorderarms vorhanden und verbindet sich nicht mit dem übrigen Skelett.

00:04:28: Am unteren Ende des Schulterplatz sitzen zwei Fortsätze, die für Katzen typisch sind.

00:04:35: Der Oberarmknochen weist nahe seinem unteren Ende eine Öffnung auf.

00:04:41: Durch sie verlaufen die Armarterie und der Mittelnerv.

00:04:46: Die kräftigen Hinterbeine eignen sich vor allem für Sprünge.

00:04:50: Kurze Sprints meistert die Katze mühelos.

00:04:54: Längere Strecken meidet sie als Lauerjäger jedoch.

00:04:59: Wie alle Kleinkatzen geht die Hauskatze auf den Zehen.

00:05:03: Vorn trägt sie fünf Zehen, wobei die Innere keinen Bodenkontakt hat, hinten vier.

00:05:12: Die scharfen, gebogenen Krallen liegen in Ruhe in einer Hauttasche und werden von elastischen Bändern gehalten.

00:05:20: Bei Bedarf kann die Katze sie zum Greifen, Klettern, Revier markieren oder zur Verteidigung hervorstrecken.

00:05:31: Verdauungsapparat.

00:05:33: Das bleibende Gebiss der Katze umfasst dreißig Zähne.

00:05:37: In jeder Kieferhälfte sitzen drei Schneidezähne und ein Eckzahn.

00:05:43: Der Oberkiefer trägt drei vordere Backenzähne, der Unterkiefer zwei.

00:05:49: Hinzu kommt auf jeder Seite nur ein hinterer Backenzahn.

00:05:54: Das Milchgebiss zählt sechsundzwanzig Zähne.

00:05:59: Etwa mit einem Alter von sechs Monaten beginnt der Zahnwechsel.

00:06:04: In dieser Zeit können Doppelzähne stehen bleiben, wenn ein Milchzahn nicht ausfällt.

00:06:11: Die hinteren Malzähne besitzen kein Milchzahn Vorgängerstadium.

00:06:17: Typisch für fleisch fressende Raubtiere sind kräftige Kiefermuskeln und scharfe Zähne.

00:06:24: Besonders wichtig sind die Reißzähne.

00:06:27: Im Oberkiefer bildet der letzte vordere Backenzahn zusammen mit dem ersten hinteren Backenzahn des Unterkiefers die Brechschere.

00:06:37: Damit zerteilt die Katze Fleisch und kleine Knochen.

00:06:43: Die Eckzähne, auch Fangzähne genannt, dienen dem Packen, Festhalten und Tragen der Beute.

00:06:51: Sie kommen außerdem bei Revierkämpfen und bei der Fellpflege zum Einsatz.

00:06:56: Winzige, hornige Papillen auf der Zunge zeigen nach hinten.

00:07:01: Sie helfen beim Auflecken von Flüssigkeiten und fangen lose Haare beim Putzen ein.

00:07:07: Der Verdauungstrakt entspricht dem typischen Aufbau von Säugetieren.

00:07:12: Der Magen ist einhöhlich.

00:07:14: Der Blinddarm misst etwa zwei bis vier Zentimeter, ein Wurmfortsatz fehlt.

00:07:20: Der Grimmdarm bildet ein nach hinten offenes U- und besitzt keine Bandstreifen.

00:07:27: Insgesamt ist der Darm, wie bei vielen Raubtieren, kurz Stoffwechsel.

00:07:35: Katzen benötigen Retinol genau wie die meisten Säugetiere einschließlich des Menschen.

00:07:42: Sie nehmen jedoch eine besondere Stellung ein.

00:07:45: Anders als fast alle übrigen Tiere können Katzen Betakarotin nicht in Retinol umwandeln.

00:07:54: Eine weitere Besonderheit betrifft die Fettsäuren.

00:07:58: Katzen sind nicht in der Lage Arachidonsäure aus der Omega-Sexfettsäure-Linolsäure herzustellen.

00:08:07: Sie müssen Arachidonsäure daher mit der Nahrung aufnehmen.

00:08:12: Lebenserwartung.

00:08:15: Katzen, die in Wohnungen oder Häusern leben und vom Menschen versorgt werden, erreichen meist ein Alter zwischen fünfzehn und zwanzig Jahren.

00:08:26: Der Zologe Desmond Morris berichtet sogar von Tieren, die noch älter wurden.

00:08:31: Er nennt als Beispiel die Tabikatze Puss, die von nineteenhundertdrei bis nineteenhundertneununddreißig lebte und damit sechsunddreißig Jahre alt wurde.

00:08:43: Die bislang älteste bekannte Hauskatze heißt Cream Puff und stammt aus Ostin in Texas.

00:08:52: Sie kam am dritten August nineteenhundertsiebenundsechzig zur Welt.

00:08:57: Nach achtunddreißig Jahren und drei Tagen verstarb sie am sechsten August, zwei Tausend Fünf.

00:09:04: Ihr Halter Jake Perry war auch Besitzer des früheren Rekordträgers, eines Katers namens Grandpa Rex Allen.

00:09:12: Katzen, die ohne menschliche Fürsorge frei leben, werden deutlich weniger alt.

00:09:19: Untersuchungen in Schweden und Frankreich zeigen, dass männliche Tiere häufig nur gut zwei bis knapp drei Jahre erreichen.

00:09:28: Weibchen werden im Durchschnitt rund drei bis vier Jahre alt.

00:09:33: Verbreitung.

00:09:35: Die Hauskatze begleitet Menschen fast überall auf der Erde.

00:09:39: Als Heim- und Haustier ist sie in nahezu allen von Menschen besiedelten Gebieten zu finden.

00:09:45: Ohne Unterstützung kann sie allerdings nur in warmen oder gemäßigten Klimazonen eigenständig überleben.

00:09:54: Dort kommt sie auch verwildert vor.

00:09:57: Fachleute bezeichnen sie deshalb als Kulturfolger.

00:10:01: Der Mensch brachte die Hauskatze auch nach Australien und Neuseeland.

00:10:06: Zwei lange isolierte Lebensräume.

00:10:10: Dort passte sie sich rasch an.

00:10:13: Gemeinsam mit anderen eingeschleppten Tierarten beeinflusst sie jedoch die einzigartigen Ökosysteme dieser Regionen.

00:10:24: Eine Schätzung aus nennt etwa fünfzehn Millionen siebenhunderttausend Hauskatzen in Deutschland.

00:10:33: Für Mittel- und Westeuropa ergab eine Untersuchung von zwei tausend vierzehn rund siebenundzwanzig Millionen vierhunderttausend Tiere.

00:10:44: Weltweit leben nach vorsichtigen Schätzungen mehr als eine Milliarde Katzen.

00:10:50: Dazu zählen auch verwilderte und halbwilde Bestände.

00:10:55: Kariotyp und Genom.

00:10:58: Die Hauskatze besitzt ebenso wie die Wildkatze einen doppelten Chromosomensatz von Achtunddreißig Chromosomen.

00:11:08: In diesem Satz liegen ungefähr zwanzigtausend Gene.

00:11:13: Eine erste Skizze des Katzengenoms erschien im Jahr zwei Tausend Sieben.

00:11:18: Sie stammte von einer Abessinjakatze und hatte eine Länge von rund zwei Komma sieben Milliarden Basenpaaren.

00:11:27: Von Hauskatzen lässt sich ein genetischer Fingerabdruck erstellen, beispielsweise für forensische Untersuchungen.

00:11:37: Im Unterschied zu nahverwandten Raubtieren wie Hunden nimmt die Hauskatze den Geschmack süß nicht wahr.

00:11:45: Ursache ist eine Mutation im TAS-I-R-II-Gen, genauer eine Delektion von twohundertsiebenundvierzig Basenpaaren, Genetik der Fellfarben.

00:11:59: Alle Fellfarben der Hauskatze gehen auf zwei Farbstoffe zurück.

00:12:04: Eumelanin erzeugt Schwarztöne, Pheomelanin rot Töne.

00:12:11: In der ursprünglichen Streifenzeichnung der Wildkatze lagen beide Pigmente nebeneinander.

00:12:18: Für das Muster im Fell ist das Tebigen verantwortlich.

00:12:22: Jede Katze trägt eine der vier Grundzeichnungen in sich.

00:12:26: Getiegert, gestromt, getupft, oder getickt.

00:12:31: Auch eine scheinbar einfarbige Katze, etwa die blaue Karthäuser, besitzt solch ein Muster im Erbgut.

00:12:39: Das Non Aguti-Gen, das mit den Buchstaben AA bezeichnet wird, verdeckt es jedoch.

00:12:47: Eine Mutation am Aguti-Lokus führt bei schwarzen Katzen dazu, dass Eumelanin das Pheomelanin vollständig verdrängt.

00:12:56: Die Zeichnung verschwindet.

00:12:59: Bei roten Katzen fehlt Eumelanin völlig.

00:13:02: Das Non-Agoutigen sorgt dafür, dass Pheomelanin den ganzen Körper färbt.

00:13:08: Rote Katzen zeigen deshalb immer das Tabimuster.

00:13:13: Weitere Gene können die beiden Grundfarben auffällen.

00:13:17: Eine Veränderung am Braunlokus wandelt Schwarz in Schokolade und dann in Zimt um.

00:13:23: Das Verdünnungsgen, gekennzeichnet durch DD, verwandelt Schwarz in Blau, Schokolade in Lila, Zimt in Forn und Rot in Creme.

00:13:35: In den letzten Jahren entdeckten Forscher zusätzlich den Verdünnungsmodifikator, abgekürzt DM.

00:13:42: Er verändert Blau, Lila und Forn zu Karamell und Creme zu Apricot.

00:13:48: Fehlen der Haut die pigmentbildenden Zellen, entsteht ein weißes oder geschäktes Fell.

00:13:56: Solche Tiere sind ganz oder teilweise leuzistisch.

00:14:01: Vollständig weiße Katzen sind häufig Taub.

00:14:05: Gescheckte Katzen sind es in der Regel nicht.

00:14:10: Dreifarbige Katzen sind fast immer weiblich.

00:14:13: Das Gen für Schwarz oder Rot liegt auf dem X-Kromosom.

00:14:18: Weibliche Tiere besitzen zwei X-Kromosomen und können so auf dem einen das Gen für Schwarz und auf dem anderen das Gen für Rot tragen.

00:14:29: Beide Farben erscheinen nebeneinander und bilden das typische Schildpatmuster.

00:14:35: Das weiße Fell entsteht unabhängig davon, denn das dafür verantwortliche Gehen liegt auf einem Autosom.

00:14:45: Die Augen der Katze liegen vorn am Kopf.

00:14:49: Dadurch kann sie Entfernungen gut einschätzen.

00:14:52: Schnelle Bewegungen nimmt sie besonders deutlich wahr.

00:14:57: Bei Dunkelheit braucht sie nur etwa ein Sechstel des Lichts.

00:15:00: dass ein Mensch benötigt.

00:15:03: Möglich wird das durch sehr viele Stäbchen in der Netzhaut und durch das Tapetum-Luzidum eine spiegelnde Schicht hinter der Netzhaut.

00:15:13: Diese Schicht lässt die Augen im Schein einer Lampe leuchten.

00:15:19: Auch in der Dämmerung sieht die Katze klar, solange noch etwas restlich vorhanden ist.

00:15:26: In völliger Finsternis ist jedoch auch sie blind.

00:15:31: Ihre Augen lassen sich nur wenig nach links oder rechts bewegen.

00:15:35: Will die Katze zur Seite schauen, dreht sie deshalb den Kopf.

00:15:41: Die nach vorn gerichteten Augen überlappen sich stark.

00:15:45: Das sorgt für gutes räumliches Sehen.

00:15:48: Ihr Gesichtsfeld reicht ungefähr von zweihundert bis zweihundertzwanzig Grad.

00:15:54: Nimmt das Licht ab, öffnen sich die senkrechten Schlitzpupillenkreis rund.

00:16:00: Dann fällt mehr Licht ins Auge.

00:16:02: Doch die Schärfe sinkt.

00:16:06: Die schlitzförmigen Popillen haben noch einen weiteren Effekt.

00:16:10: Senkrechte Linien erkennt die Katze Schärfer als waagerechte.

00:16:16: Darum bemerkt sie horizontale Bewegungen leichter und neigt beim Beobachten oft den Kopf.

00:16:23: Farben sieht sie anders als der Mensch.

00:16:27: In ihren Augen gibt es deutlich weniger farbempfindliche Zapfen.

00:16:32: Außerdem besitzt sie nur zwei Zapfentypen, die auf blau und grün reagieren.

00:16:38: Rot kann sie nicht erkennen und nimmt es vermutlich als Gelbtonen wahr.

00:16:44: Blautöne und grüntöne unterscheidet die Katze in vielen Nuancen.

00:16:49: Versuche an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zeigten, dass sich fast alle Katzen für blau entschieden, wenn sie zwischen blau und gelb wählen konnten.

00:17:02: Neugeborene Katzen haben stets eine hellblaue Iris.

00:17:07: Die endgültige Augenfarbe entsteht in den ersten drei Monaten ihres Lebens.

00:17:13: Gehör.

00:17:15: Die Katze verfügt über ein außergewöhnlich feines Gehör.

00:17:20: Innerhalb der Säugetiere zählt sie zu den Spitzenreitern.

00:17:24: Schon bei einem Schalldruckpegel von minus zehn Dezibel nimmt sie Töne wahr.

00:17:31: Ein Haushund erreicht diese Schwelle erst bei Nulldezibel.

00:17:36: Der höherbare Bereich der Katze erstreckt sich von fifty-fünfzig Hertz bis neunundsebzig Kilohertz.

00:17:45: Zum Vergleich, ein Mensch hört etwa von zwanzig Hertz bis zwanzig Kilohertz.

00:17:54: Die höchste von der Katze wahrnehmbare Frequenz liegt dort, wo Mäuse ihre Rufe aussenden.

00:18:02: In diesem Bereich kann die Katze Schallquellen besonders präzise Orten.

00:18:07: Dazu verharrt sie still und richtet ihre großen beweglichen Ohren genau auf das Geräusch aus.

00:18:15: Beim Fressen am Boden legt sie die Ohren automatisch nach hinten, damit ihre eigenen Kaugeräusche nicht stören.

00:18:24: Geruchs und Geschmacksinn.

00:18:28: Katzen riechen schlechter, als sie sehen oder hören.

00:18:32: Ihr Geruchssinn ist schwächer als der eines Hundes, aber besser als der eines Menschen.

00:18:39: Er prüft Nahrung und hilft Artgenossen sowie andere Lebewesen zu erkennen.

00:18:47: Die Tiere schmecken salzig, sauer, bitter und herzhaft.

00:18:54: Süßen Geschmack nehmen sie nicht wahr.

00:18:57: Erkältungen können den Geruchssinn stören, dann verlieren viele Katzen den Appetit.

00:19:05: Katzen erkennen einander am Körpergeruch.

00:19:08: Dieser verrät Geschlecht, Gene, den hormonellen Zustand und Revieransprüche.

00:19:15: Männchen und Weibchen setzen Duftmarken an festen Plätzen.

00:19:19: Sie reiben sich, kratzen oder spritzen Urin.

00:19:23: Markierungsurin riecht strenger als normaler Urin.

00:19:28: Bei männlichen Tieren enthält er deutlich mehr Fellinien und weitere Aminosäuren.

00:19:35: Schweißdrüsen liegen vor allem an den Ballen, rund um Maul, Kinn, Brustwarzen und After.

00:19:43: Talgdrüsen sitzen am Oberkiefer, an der Schwanzwurzel und beim männlichen Tier unter der Vorhaut.

00:19:51: Kater besitzen zusätzlich eine Duftdrüsen-Tasche neben dem After.

00:19:57: Über Reiben an Gegenständen, Artgenossen oder Menschen verbreiten diese Drüsen ihre Geruchsstoffe.

00:20:06: Ein besonderes Organ zwischen Nasen und Rachenhöhle, das jakobsonsche Organ, nimmt Düfte gezielt auf.

00:20:15: Starke Aufregung kann den Beutel der Analdrüsen entleeren.

00:20:20: Dann tritt eine braune, streng riechende Flüssigkeit aus.

00:20:25: Bestimmte Düfte reizen Katzen besonders.

00:20:29: Sie öffnen den Mund halb, ziehen die Oberlippe hoch und flemen.

00:20:34: Auslöser sind zum Beispiel echte Katzenminze.

00:20:38: Baldrian, Katzengamander oder auch manche menschliche Gerüche.

00:20:45: Beim Flehmen nehmen Katzen neue Düfte auf und speichern sie.

00:20:50: Gleichgewichtssinn und Stellreflex.

00:20:54: Die Katze verfügt über einen ausgeprägten Gleichgewichtssinn.

00:20:59: Ihre Bewegungskoordination ist hervorragend.

00:21:04: Selbst in großer Höhe bleibt sie schwindelfrei.

00:21:09: Fällt eine Katze aus etwa zwei bis drei Metern, dreht sie sich fast immer rechtzeitig in die Bauchlage.

00:21:17: Sie streckt dabei die Pfoten nach unten und landet auf ihnen.

00:21:22: Um die Drehung einzuleiten, knickt sie den Körper in der Mitte ein und rotiert Vorder- und Hinterteil jeweils um die eigene Längsachse.

00:21:33: Die Bewegung erinnert an ein Kreuzgelenk.

00:21:36: Der Schwanz spielt dabei kaum eine Rolle.

00:21:39: Denn seine Masse reicht nicht aus, um den Körper stark zu beschleunigen.

00:21:44: Bei sehr großen Höhen verändert die Katze ihre Haltung.

00:21:49: Sie spreizt die Pfoten weit und das lockere Fell bläht sich zwischen Beinen und Bauch auf.

00:21:55: Diese Form wirkt wie ein kleiner Fallschirm.

00:21:59: Verlangsamt den Fall und senkt das Verletzungsrisiko erheblich.

00:22:05: Es sind Fälle bekannt, in denen Katzen Stürze aus mehr als achtzehn Stockwerken überlebt haben.

00:22:12: Tastzin Katzen verfügen über einen sehr ausgeprägten Tastzin.

00:22:19: Über ihren gesamten Körper verteilen sich Berührungsrezeptoren.

00:22:23: An Oberlippe, Unterlippe und über den Augen sitzen lange Tast- oder Schnurrhaare, die man wie Brissen nennt.

00:22:32: Ihre Wurzeln sind mit einem dichten Netz von Nervenenden verbunden.

00:22:38: Die Vibrissen melden, ob eine Öffnung zu eng ist oder ein Hindernis den Weg blockiert.

00:22:45: Schon neu geborene Katzen tragen diese Schnurrhaare.

00:22:49: Sie können sehr lang werden, lassen sich bewegen und wachsen nach dem Ausfallen erneut nach.

00:22:57: Mit Hilfe der Vibrissen spüren Katzen Gegenstände und andere Lebewesen, die sie im Dunkel nicht sehen.

00:23:05: Sogar eine blinde Katze kann sich dadurch fast normal in vertrauter Umgebung orientieren.

00:23:12: Hochsensibel sind außerdem die Rezeptoren an den Vorderpfoten.

00:23:17: Sie registrieren Erschütterungen des Bodens, die von Beutetieren ausgelöst werden.

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